„…mein philosophisches Lachprogramm…“

Foto © Sepp Dreissinger

Thomas Bernhard
Werke in 22 Bänden
Herausgegeben von Martin Huber und Wendelin Schmidt-Dengler
(Bisher erschienen sind 20 Bände, Band 21 und Band 22 folgen)


Wesentliches Ziel des vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur geförderten Projekts der Aufarbeitung des Nachlasses Thomas Bernhards ist die Edition einer zuverlässigen und forschungsgeschichtlich aktuellen Ausgabe des zu Lebzeiten veröffentlichten Gesamtwerks. Als Hauptherausgeber der insgesamt auf 22 Bände angelegten Werkausgabe, die seit 2003 im Suhrkamp-Verlag erscheint und von der Thomas Bernhard Privatstiftung gemeinsam mit dem Thomas-Bernhard-Archiv betreut wird, fungieren Wendelin Schmidt-Dengler († 2008) und Martin Huber. Die ersten neun Bände sind den großen Romanen gewidmet, Band 10 fasst die autobiographischen Erzählungen zusammen; die Bände 11 bis 13 sammeln die umfangreicheren Erzählungen, Band 14 enthält die Kurzprosa, die Bände 15 bis 20 umfassen die Dramen, Band 21 enthält die Gedichte und der letzte Band unter dem Arbeitstitel Der öffentliche Bernhard besteht aus Reden, Leserbriefen, Interviews und Feuilletons sowie frühen Zeitungsartikeln. Die Werkausgabe enthält auch Texte, die verstreut erschienen und nur schwer oder gar nicht mehr zugänglich sind, so z. B. das Kurzdrama Der Berg oder die rosen der einöde. Mitherausgeber der einzelnen Bände sind Wolfram Bayer, Raimund Fellinger, Hans Höller, Bernhard Judex,  Renate Langer, Manfred Mittermayer und Jean-Marie Winkler. Jeder der Bände dokumentiert die Textgenese und Entstehung der einzelnen Werke anhand der Nachlass-Materialien, klärt über biographische Hintergründe auf und fasst die wichtigsten zeitgenössischen Kritiken zusammen. Textgrundlage bildet jeweils die von Bernhard autorisierte Erstausgabe, die aber in den Anmerkungen zu der Textgestaltung separat mit den Typoskripten und Druckfahnen sowie späteren Textkorrekturen verglichen wird.